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Karate
bedeutet übersetzt "Weg der leeren Hand".Kara bedeutet: Leere und steht
für die Philosopie des Nichts, also: sich leermachen von Süchten, Egoismus,
Ängsten und anderen Gefühlen; das Te steht für die Techniken des Karate
und Do steht für den geistig philosophischen Weg.
Karate hat seine Ursprünge in Indien und ist über China nach Okinawa sowie nach
Japan und in die gesamte Welt verbreitet worden. Die Kunst des Karate hat eine
über 10.000jährige Entwicklungsgeschichte hinter sich und ist ein Kulturgut
der Menschheit. Neben den Selbstverteidigungs- und kämpferischen Elementen ist
Karate wohl das älteste Fitness-System der Welt. Die Grundpfeiler des Karate
sind: KIHON, KATA, KUMITE, GOSHIN-JITSU und KOBUDO. In der heutigen Zeit des
Bewegungsmangels ist die Gesunderhaltung des eigenen Körpers ein sehr wichtiger
Teil.
Jeder, der beständig und gewissenhaft übt und durch seine Erfahrungen ein gewisses
Übungsniveau erreicht, wird an sich selbst wahrnehmen können, dass sich die
Funktionen von Verdauung, Atmung, Herz, Kreislauf und Nervensystem verbessern,
dass die körperlichen und geistigen Kräfte wachsen und die gesamte Konstitution
gestärkt wird.
Die Wirkung der Karatetechniken auf:
Knochen, Muskeln und Gelenke
Durch die Bewegungen und die Körperhaltungen findet der Körper mit der Zeit
zu einer natürlichen und gesunden Haltung zurück. Sämtliche Bewegungen gehen
von der Körpermitte (Hara) aus. Die Wirbelsäule wird elastischer und man beugt
somit Verkrümmungen und Fehlhaltungen vor. Alle Gelenke werden besser durchblutet,
besser ernährt und revitalisiert. Durch regelmäßiges intensives Training lassen
sich Krankheiten wie z. B. Knochenentkalkung (Osteoporose), Elastizitätsverlust
der Gelenkkapseln, Sehnen und Bänder, nachlassende Muskelkraft, Fehlhaltungen
vermeiden bzw. beheben.
Herzdurchblutung und Atmung
Die Bewegungsformen sind so aufgebaut, dass sie den gesetzmäßigen Rhythmus
der Atembewegungen erfassen, vor allem den des Zwerchfells. Das Resultat ist
eine günstige Beeinflussung von Blut- und Lymphkreislauf. Der ständig Wechsel
von An- und Entspannungen der Skelettmuskulatur fördert den venösen Blutkreislauf.
Durch Atemübungen werden die Atemfolgen und die Kraft der Atembewegung geschult
und verändert, die Atmungsorgane werden trainiert und andere Organe reflektorisch
über das Nervensystem positiv beeinflusst (Massage auf die inneren Organe).
Atemwegserkrankungen wie zum Beispiel Asthma können geheilt werden.
Stoffwechsel
Der Stoffwechsel wird durch eine verbesserte Durchblutung günstig beeinflusst,
weil es durch die Bewegungen zu einer leichten
Massage der inneren Organe kommt. Schlacken werden schneller abtransportiert
und ausgeschieden.
Magen und Darm
Durch die Bewegungen wird die Harmonisierung des vegetativen Nervensystems
erreicht. Magen- und Darmtätigkeit werden somit wieder ins Gleichgewicht gebracht.
Nervensystem
Da Körper
und Geist nicht vorneinander zu trennen sind, lässt sich durch Karatetraining
beweisen, dass sich vermehrt Nervenzellen aktivieren bzw. miteinander verknüpfen.
Somit kann festgestellt werden, dass sich beispielsweise lernschwache Kinder
in der Schule besser konzentrieren können und sich somit die schulische Leistung
verbessert. Diesen Erfolg verzeichnet man nicht nur bei Kindern, sondern auch
bei Erwachsenen z. B. im Beruf.
Eine Vielzahl
von Techniken wie Meditation, Selbstverteidigung, Waffentraining bietet ein
abwechslungsreiches Reportoir an Trainingsmöglichkeiten.
Zusammenfassend
lässt sich folgendes feststellen: Vom medizinischen Standpunkt aus gesehen sind
die Bewegungen des Karate eine optimale Übung für Gesunde und eine gute Heilgymnastik
für Kranke.
Durch die
Etikette hat Karate einen hohen sozialen Stellenwert. Es trainieren Jung und
Alt, Fortgeschrittene und Anfänger aller sozialen Gesellschaftsschichten und
vielen Nationalitäten miteinander nach den ethischen Prinzipien des Karate-Do.
Karate ist
mittlerweile die weit verbreitetste Sportart der Welt und hat die Anerkennung
des IOC (International Olympic Comitee)!
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